In einem Kommentar zu Lauterbachs „Bild“ Interview bezieht Susanne Müller, Geschäftsführerin des MVZ, eine klare Position zum Verlauf der Debatte um die „Profitgier in Arztpraxen“. Als neuartige Praxisstruktur werde seither das MVZ argwöhnisch beäugt. Anstellung, Teilzeit, Aufteilung zwischen ärztlicher und wirtschaftlicher Verantwortung – alles Stichwörter, die den Wandel in der ambulanten Versorgung deutlich machen und sich in den MVZ vereinen. Vielleicht bietet sich hier eine gute Gelegenheit, sich mit Fragen nach Qualitätssicherung, Flächenversorgung und Effizienzreserven der ambulanten Versorgung auseinanderzusetzen, – aber dann würde reflektierte Sachlichkeit statt emotional geladene Stammtischparolen nicht schaden. Denn der Widerspruch zwischen Monetik und Ethik ist strukturübergreifend zu betrachten.