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Meldungen & Analysen

Reformsymphonie des BMG mit Tendenz zur Kakophonie

Was bringt der Reformherbst 2026?

Der Winter wird laut im Gesundheitswesen. Ende November will Minister Linnemann den Referentenentwurf zum Primärversorgungsgesetz vorlegen, das wohl folgenreichste Vorhaben der Legislatur. Erst danach, voraussichtlich am 18. Dezember, liefert die Finanzkommission Gesundheit ihre Vorschläge zu den eigentlichen Strukturreformen. Die Pflegereform wird in eine Kommission ausgelagert, und MVZ-relevante Regelungen könnten im HiB-Gesetz landen, etwas abseits des Fokus. Dazu kommen ein Spargesetz, das kaum in Kraft schon nachgebessert wird, und eine Notfallreform im dritten Anlauf. Es erwartet uns eine regelrechte Reformsymphonie. Das „uns“ ist dabei vollumfänglich gemeint, von den Leistungserbringer:innen bis zu den Bürger:innen.

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Folgenabschätzung zum GKV-Spargesetz | Einordnung für Praxis + MVZ

BMVZ-Arbeitshilfe & ein Fazit in 7 Punkten

Das GKV-BStabG des BMG stellt Praxen und MVZ – zusätzlich zu den drohenden Honorarkürzungen – insbesondere auch vor die Herausforderung, für die Wirtschaftsplanung 2027 mit jeder Menge unbestimmter Honorarverteilungsvorgaben umzugehen. Daher fasst der Beitrag und die Arbeitshilfe zu denjenigen Vorgaben des GKV-BStabG, die besondere Relevanz für Praxis und MVZ entfalten, jeweils den aktuellen Sachstand zusammen und gibt Hinweise, wie praxisindividuell die Folgenabschätzung vorgenommen werden kann, bzw. unter welchen Vorbehalten diese gegebenenfalls steht. Ziel ist, den Praxisverantwortlichen konkrete und belastbare Informationen an die Hand zu geben, um damit der Unsicherheit, wie die Folgen des Spargesetzes konkret wirken, mit Detailswissen zu Hintergründen, Fristen und Bedingtheiten begegnen zu können.

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Kapitalstock in Schieflage

Was die Verlustserie bei den Versorgungswerken für MVZ und Praxen bedeuten kann

Meldungen über finanzielle Schwierigkeiten der Versorgungswerke, die teilweise ausgesprochen hohe Werte und Summen abschreiben müssen, gab es in den letzten Monaten einige. Zwar unterscheiden sich die einzelnen Fälle in Ursache und Größenordnung erheblich; die Folgen betreffen aber immer auch die MVZ und Praxen, da alle niedergelassenen und angestellten Ärzt:innen Zwangsmitglieder dieser spezifischen Rententräger sind. Aufgeworfen werden daher nicht nur übergreifende Fragen nach Risikosteuerung und Aufsichtsversagen, sondern auch solche der individuellen Altersvorsorge der Ärzt:innen – was durchaus die Attraktivität einzelner Regionen als Arbeitsort (mit)beeinflussen kann. Der Beitrag ordnet entsprechend die aktuellen Meldungen ein, stellt die Hintergründe dar und erklärt weiterführende Zusammenhänge.

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PRAXIS.KOMPAKT

KW 44 (Stand: 31. Oktober 2026)

PRAXIS.KOMPAKT | Was aktuell neu und wichtig ist

Da es rund um den Betrieb von MVZ und BAG immer viel zu beachten gibt und gleichzeitig meist kaum Zeit vorhanden ist, sich ausführlich zu informieren, bündeln und kommentieren wir für Sie – regelmäßig im 14-Tage-Rhythmus neu – relevante Informationen für den Praxisbetrieb. Dafür sammeln wir aus den verschiedensten, zuverlässigen Quellen Informationen und Beschlüsse für den ambulanten Praxisbetrieb und fassen sie samt weiterführender Links kompakt zusammen.

Die ‚freiwillige‘ Forschungspende von ePA-Daten: Vorprogrammierte Diskussionen am Praxistresen | Die Notfallreform aus ambulanter Sicht: MVZ bekommen die optionale Rolle der Kooperationspraxis | Update ePA + TI: Der elektronische Medikationsplan (eMP) und weitere Ein- und Ausblicke | Rassismus im Praxisalltag: Leitfaden ordnet Fälle juristisch ein und benennt offene Rechtsfragen |  Zi‑Versorgungsatlas MVZ: Forscher bestätigen rückblickend den aktuellen Trend |

PRAXIS.KOMPAKT | Redaktionspause

Im Praxisalltag gibt es viel zu beachten und wenig Zeit, Informationen zu suchen. PRAXIS.KOMPAKT befindet sich derzeit in der Redaktionspause – die wir nutzen, um jene Themen zu beleuchten, die wegen ihrer Komplexität Zeit und Muße brauchen, um sie zu durchdringen. Ferner haben wir jene Themen als Reminder ausgewählt, die hochrelevant sind und bleiben. Nach der Sommerpause nehmen wir das Format in gewohnter Detailtiefe und Analysequalität wieder auf.

Schwerpunkt der aktuellen Reminder-Ausgabe liegt auf Personalangelegenheiten und Reformen.
Die nächste reguläre Ausgabe erscheint im September.

PRAXIS.KOMPAKT | Redaktionspause

Das Redaktionsteam macht derzeit eine Produktionspause. Für deren Dauer haben wir eine Auswahl an früheren Artikeln zusammengestellt, die unseres Erachtens beständig in ihrem Mehrwert sind.

Schwerpunkt der aktuellen Reminder-Ausgabe sind Artikel rund um TI, KI und Sicherheit. Das Schritthalten ist keine Frage des ‚Wollens‘. In der Zusammenstellung unserer Artikel zu Bits und Bytes werfen wir noch einmal ein Schlaglicht auf die aktuell relevanten Themen, die im Praxisalltag mitunter unbemerkt vorbeiziehen.

KW 44 (Stand: 31. Oktober 2026)

Die ‚freiwillige‘ Forschungspende von ePA-Daten | Vorprogrammierte Diskussionen am Praxistresen

heise.de v. 14.10. + 29.09.2026
Ein Jahr Forschungsdatenzentrum Gesundheit: Zwischen Bilanz und KI-Durchbruch
E-Patientenakte: Wenig Aufklärung über Forschungsdatenausleitung

Apothekenumschau v. 06.10.2026
Ab Dezember werden Patientendaten für die Forschung weitergegeben

Landesbeauftragte für Datenschutz NRW v. 18.09.2026
Forschung mit Patient*innen-Daten? Wer das nicht will, muss jetzt aktiv widersprechen


Rassismus im Praxisalltag | Guter Leitfaden ordnet Fälle juristisch ein und benennt offene Rechtsfragen

Deutsches Ärzteblatt v. 30.10.2026
Geschlecht, Herkunft und Kultur: Ansätze für mehr Diversität in der Medizin

ÄrzteZeitung v. 25.10.2026
Rassistische Diskriminierung im Praxisteam: So verhält man sich als Ärztin oder Arzt rechtskonform

Antidiskrimierungsstelle des Bundes v. 22.04.2024
Diskriminierung im Gesundheitswesen: Betroffene beklagen fehlende Anlaufstellen

Weiter zu Praxis.KOMPAKT

Positionen

Bundesrechnungshof hat sich verrechnet

Analyse zur Steuerungswirkung der TSVG-Fallkonstellationen und der Entwicklung der Termin-Wartezeiten

Der BMVZ prüft Gesetze – deren Begründungen und Folgen. Auch beim GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz haben wir genau hingeschaut. Was wir gefunden haben, lässt aufhorchen.

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht vor, sämtliche TSVG-Vergütungsregelungen ersatzlos zu streichen – mit einer einzigen Begründung: ein Bericht des Bundesrechnungshofes, der die Wartezeiten in der ambulanten Versorgung als unverändert hoch bewertet. Der BMVZ hat diesen Bericht einer genauen Prüfung unterzogen – und dabei gravierende Fehler aufgedeckt.

Werden diese korrigiert, kehrt sich das Bild um: Der vergleichsweise geringe Anstieg der Wartezeiten zwischen 2019 und 2024 ist kein Beleg für das Versagen der TSVG-Regelungen – sondern für ihre Wirksamkeit. Denn in diesem Zeitraum stieg die Zahl der GKV-Versicherten um 1,57 Millionen, die verfügbare Arztzeit sank um 9,2 % – und dennoch wurden mehr Patient:innen versorgt, viele davon ohne jede Wartezeit in der offenen Sprechstunde.

Eine Gesetzgebung, die diese Zusammenhänge ignoriert, gefährdet nicht nur die ambulante Versorgung, sondern verspielt auch das Vertrauen derer, die versorgen. Der BMVZ appelliert darum an den Gesetzgeber, die geplante Streichung der TSVG-Konstellationen zu revidieren und eine sinnvolle Reform anhand der Fakten neu zu bewerten.

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Veranstaltungskalender

4. BMVZ STRATEGIEKONGRESS

Rückblick zum Kongress. Wo ist mein Arzt? Wege gehen, Lösungen finden – Politik trifft Praxis.

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