Hier finden Sie eine chronologische Auflistung von Veröffentlichungen in Zeitungen, Fachzeitschriften und Online-Portalen, an deren Inhalten der BMVZ direkt beteiligt war, oder in denen er zitiert wurde. Ergänzend spiegelt unser Presse-Echo Meldungen zum und über den BMVZ von dritter Seite.

Alle Texte, Interviews, Aufsätze, etc. sind – soweit frei zugänglich – zum Abruf verlinkt. Melden Sie sich bei Fragen gern in der BMVZ-Geschäftsstelle.

Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie daher auf Veröffentlichungen stoßen, die hier nicht erwähnt sind, freuen wir uns, wenn Sie uns diese per Mail zukommen lassen.

Observer Gesundheit

Über eine sprachlich und inhaltlich entgleiste Debatte

9. Januar 2023

In einem Kommentar zu Lauterbachs „Bild“ Interview bezieht Susanne Müller, Geschäftsführerin des MVZ, eine klare Position zum Verlauf der Debatte um die „Profitgier in Arztpraxen“. Als neuartige Praxisstruktur werde seither das MVZ argwöhnisch beäugt. Anstellung, Teilzeit, Aufteilung zwischen ärztlicher und wirtschaftlicher Verantwortung – alles Stichwörter, die den Wandel in der ambulanten Versorgung deutlich machen und sich in den MVZ vereinen. Vielleicht bietet sich hier eine gute Gelegenheit, sich mit Fragen nach Qualitätssicherung, Flächenversorgung und Effizienzreserven der ambulanten Versorgung auseinanderzusetzen, – aber dann würde reflektierte Sachlichkeit statt emotional geladene Stammtischparolen nicht schaden. Denn der Widerspruch zwischen Monetik und Ethik ist strukturübergreifend zu betrachten.

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ÄrzteZeitung

Dr. Peter Velling: „Es sind die Ärzte selbst, die die Verbreitung von MVZ befeuern“

27. Dezember 2022

Karl Lauterbachs „Ansage“ die vermeintliche Profitgier der MVZ-Investoren in Zukunft zu unterbinden, muss äußerst kritisch betrachtet werden. Diese Denkweise wird nach Dr. Peter Velling, Vorstandsvorsitzender des BMVZ, in keinem Fall der aktuellen Lage der ambulanten Versorgungslandschaft gerecht. Zudem wäre der Trend zum MVZ ohne das intrinsische Bestreben der angestellten Ärzte gar nicht möglich – Investoren hin oder her. Diese ideologiegesteuerte und gefühlsorientierte Debatte bedarf einer sachlichen Ebene und einen qualitätssichernden Maßstab, statt Vorverurteilungen und Kurzsichtigkeit.

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Deutsches Ärzteblatt

Verband der Versorgungszentren kritisiert Neuregelung der Termin­vermittlungsboni

20. Dezember 2022

Die Neuregelung der Boni zur Terminvermittlung setzt falsche Anreize, da lediglich das „innerärztliche Hamsterrad angeworfen“ würde. Vielmehr müsse insgesamt mehr Honorar in den ambulanten Sektor fließen, das zielführend eingesetzt werden sollte. Vor diesem Hintergrund wird kritisiert, dass ausgerechnet die koordinierte Behandlung in BAG und MVZ an vielen Stellen beim Honorar diskriminiert würde. Der aktuelle Zuschlag für die schnelle Terminvermittlung ist hierfür nur ein weiteres Beispiel. In MVZ werde die Terminvermittlung jeden Tag praktiziert, ohne dass dafür bisher oder künftig Boni fließen, da dies strukturell ausgeschlossen sei.

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BibliomedManager | Orientierungswert

MVZ-Debatte | Mehr Sachlichkeit, bitte!

12. Dezember 2022

Das Bild der „gierigen Investoren“, die nach den MVZ als sichere Geldquelle greifen, wurde in den vergangenen Monaten immer präsenter. Die „Investorendebatte“ um das MVZ als Politikum wird jedoch mit einer Vehemenz geführt, die weder zielführend noch angemessen ist. Susanne Müller, Geschäftsführerin des BMVZ, vertritt die Meinung, dass Vereinfachungen, Zuspitzung und Übertreibung zwar legitime Mittel, in der vorliegenden Form jedoch unverhältnismäßig sind. Fehlinterpretation oder Falschmeldungen bezüglich der faktischen Sachlage seien schlichtweg nicht tragbar.

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Zi - Zentralinstitut für d. Kassenärztliche Versorgung

Zi Insights | MVZ und ihre Rolle im ambulanten Gesundheitssystem

7. Dezember 2022

Anlässlich der Veröffentlichung des Ergebnisbandes des Zi-MVZ-Panels 2021 hat das Zi zu einer 60-minütigen Debatte über die Rolle der MVZ eingeladen. Teilnehmer dieser von Dominik v. Stillfried geleiteten Runde waren Dr. Klaas Lindemann vom Ärztehaus Büsum, Susanne Hemmen von der KV Berlin und Susanne Müller vom Bundesverband MVZ. schwerpuntk war die Frage, warum es so viele Ärzt:innen in die Anstellung zieht und was MVZ hier für das System leisten (oder nicht). Die offene Debatte wurde dabei durch (kritische) Nachfragen aus dem Livestream bereichert.

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Zi - Zentralinstitut f. die Kassenärztliche Versorgung

Zi-MVZ-Panel | Ergebnisse: Fachkräftemangel verschärft sich auch in MVZ

5. Dezember 2022

Die Ergebnisse des aktuellen Zi-MVZ-Panel – einer regelmäßigen Umfrage, die vom BMVZ aktiv unterstützt wird – zeichnen ein deutliches Bild. 2/3 der teilnehmenden MVZ bezeichnen die derzeitige Personallage als „schlecht“ bis „sehr schlecht“ – sowohl bei Ärzt:innen, als auch bei nichtärztlichen Mitarbeitern. Wobei sich die Lage bei ländlich gelegenen MVZ als deutlich prekärer herausstellt. Weitere Ergebnisse zeigen Unterschiede bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Gesamtsituation zwischen vertragsärztlichen und krankenhausgetragenen MVZ.

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ÄrzteZeitung

MVZ-Gruppe wünscht sich eigenen EBM

1. Dezember 2022

Die MVZ-Gruppe "DerArzt" bekundet das Streben nach einem eigenen MVZ-Abrechnungsregelwerk. Der Grund für die Forderung nach einem Selektivvetrag der MVZ-Gruppe sei die „chronische Unterfinanzierung“. Dieser soll zudem dazu beitragen, die Versorgungsqualität zu erhöhen. Bundesweit existiert derzeit kein einheitliches MVZ-EBM, da bisher eine Einigung von 17 KVen und 97 Krankenkassen nicht möglich war. Doch ist ein spezifischer MVZ-EBM ein guter und richtiger Weg? Hierzu werden verschiedene Blickwinkel, unter anderem vom BMVZ-Vorstandsvorsitzenden Peter Velling, beleuchtet und diskutiert.

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Ärztezeitung

Strukturwandel: MVZ gedeihen im Gegenwind

28. November 2022

Die Zuwächse, die die MVZ-Landschaft von Jahr zu Jahr erfährt, halten unvermindert an. Die ausführliche Analyse betrachtet die Entwicklungen seit 2004 und ordnet die statistischen Ergebnisse sowohl in den historischen Kontext als auch bezüglich der aktuell aufgeregten politischen Debatte ein. Der BMVZ verweist in diesem Zusammenhang als roten Faden der MVZ-Entwicklung darauf, dass  diese von Beginn an Anfeindungen der angestammten Praxis-Player ausgesetzt waren: „2004, 2005 ging es um die Praxisform an sich, die sich irgendwie ‚sozialistisch‘ anfühlte. Später, etwa 2008 bis 2013 standen alle Krankenhaus-MVZ im besonderen Fokus. Und etwa seit 2018 sind es eben Private-Equity-Investoren als MVZ-Träger, die im Mittelpunkt der Kritik stehen.“

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G+G digital | Gesundheit und Gesellschaft

Private Finanzinvestoren – Auf Shoppingtour im Gesundheitswesen

24. November 2022

Arztpraxen, Kliniken, Pflegeheime und -dienste – zunehmend kaufen sich private Finanzinvestoren aus dem In- und Ausland in den hiesigen Gesundheitsmarkt ein. An der Frage, ob das eine gute oder schlechte Entwicklung ist, scheiden sich die Geister – ebenso an der Frage, ob wegen des wachsenden Einflusses der Investoren politischer Handlungsbedarf besteht, damit die Versorgungsqualität nicht leidet.Der Artikel im G+G beleuchtet die Hintergründe und lässt auch den BMVZ zu Wort kommen.

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ÄrzteZeitung

Stimmen zum EU-Projekt Europäischer Gesundheitsdatenraum: Zwischen Hoffnung und Skepsis

25. Oktober 2022

EHDS – ein Thema, das aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und diskutiert werden muss. Ein ambitionierter Zeitplan und ein umfangreicher Gesetzesentwurf, zu dem die ÄrzteZeitung unterschiedliche Stimmen und Meinungen von Verbänden, Politikern und Softwareentwicklern zusammengetragen hat. Die entscheidene Frage lautet: Handelt es sich bei der EHDS um den wichtigen nächsten Schritt in die Zukunft der EU-weiten gesundheitspolitischen Zusammenarbeit? Oder wird der Nutzen für den Praxisalltag überschätzt?

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aerzteblatt.de

Medizinische Versorgungszentren: Vielfältige Versorgungslandschaft mit klaren Regeln sichern

7. Oktober 2022

Die Rolle Medizinischer Versorgungszentren, insbesondere investorenfinanzierter, wird kontrovers diskutiert. Die Ersatzkassen legten jüngst ein Konzept vor, welches mehr Transparenz und Regulation vorsieht – unter diesen Bedingungen Kapitalinvestoren jedoch ausdrücklich nicht ausschließt. Seit einigen Monaten nimmt die Diskussion um investorengetragene Medizinische Versorgungszentren (MVZ) an Fahrt auf und gewinnt zugleich an Schärfe. Der Artikel des Aezteblattes beleuchtet die Debatte aus verschiedenen Blickwinkeln und lässt auch den BMVZ zu den Vorwürfen Stellung beziehen.

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BibliomedManager | Orientierungswert

Ändern angestellte Ärzte die KV?

23. August 2022

In den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen wird aktuell gewählt. In der vertragsärztlichen Versorgung gilt das Prinzip der Selbstverwaltung, soll heißen, die Ärzteschaft verwaltet sich über die Institution der 17 KVen zu weiten Teilen selbst. Der Artikel beleuchtet die Fragestellung, welchen Einfluss es auf die Wahlergebnisse hätte, wenn viel mehr angestellte Ärzte wählen und/oder sich aktiv in Kommissionen und Ausschüssen einbringen würden. Der BMVZ versucht, angestellte Ärzte zum Wählen zu motivieren und hat eigens zur Information alle wichtigen Daten und Fakten auf einer gesonderten Website zusammengestellt: www.kv-wahlen-2022.de.

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KV Schleswig-Holstein | Nordlicht Heft 6/2022 (Seiten 5f)

Kaufen Investoren immer mehr Praxen auf?

5. Juni 2022

Das Mitgliederjournal der KVSH berichtet in einer Titelstrecke über die Recherchen des NDR zu Praxisaufkäufen durch internationale Finanzinvestoren und stellt dabei eine Verknüpfung zum MVZ-Gutachten der KV Bayerns her, nach dem "investorengetragene MVZ anscheinend systematisch höhere Preise für die Behandlung von Patienten abrechnen." In dem Kontext wird auf die dazu kritische Stellungnahme des BMVZ verwiesen, sowie darauf dass und weswegen der Aussagewert der IGES-Studie „in mehrfacher Hinsicht als eingeschränkt“ sei.

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Augsburger Allgemeine Zeitung

Ärzte warnen davor, dass Finanzinvestoren immer mehr Praxen aufkaufen

30. Mai 2022

Die KV Bayerns hatte mit einer Versorgungsanalyse vor zwei Monaten Alarm geschlagen, dass sich immer mehr Investoren als letztverantwortliche Betreiber im MVZ-Markt engagieren. Ärzte und KV fürchten, dass immer mehr einzelne Praxen von solchen Finanzinvestoren aufgekauft werden. Der lange Artikel beleuchtet verschiedene Seiten der Debatte und lässt mehrere Fachleute zu Wort kommen. Im Mittelpunkt stehen bei allen Äußerungen, dass insbesondere die Transparenz verbessert werden muss. Allerdings wehrt sich der BMVZ gegen 'die Panikmache auf breiter Front'. Vielmehr gehe es um 'regionale Anklumpungen,' die dazu führen können, dass sich Patienten schwertun, eine zweite unabhängige ärztliche Meinung zu bekommen. Daher müsse darüber geredet werden, wie hier Transparenz gegenüber dem Patienten hergestellt werden kann. Vorschläge dazu habe der BMVZ mehrere.

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f&w | Heft 6/2022

Versicherungsverträge für MVZ: 17 Varianten der Umsetzung bei der Berufshaftpflicht nach § 95e SGB V

27. Mai 2022

Der Gesetzgeber schreibt seit knapp einem Jahr den ambulanten Praxen und MVZ die Vorlage einer besonderen Bescheinigung zur Berufshaftpflichtversicherung vor. Das hat eine Bürokratiewelle und Willkürsituation geschaffen, die – ohne Mehrwert für die Patienten – gerade für Klinikträger viel Mehraufwand und höhere Versicherungskosten zur Folge haben. In dem Fachaufsatz werden die Hintergründe erläutert und dargestellt, warum der Zwang zur Vereinzelung das Versicherungsrisikos von MVZ insbesondere Kliniken als Träger vor größere Probleme stellt. Abgeleitet wird die Forderung an den Gesetzgeber, an dieser Stelle dringend nachzubessern, und für MVZ dieselbe Ausnahme vorzunehmen, wie sie für ermächtigte Ärzte besteht, die über die Klink haftpflichtversichert sind.

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ÄrzteZeitung

Heuschrecken-Debatte: Regierung plant keine Arbeitsgruppe zu Investoren-MVZ

14. Mai 2022

Eine Arbeitsgruppe, die sich explzit mit MVZ nichtärztlicher Träger, respektive Invesoren befasst, wird es vorerst nicht geben. Das zeigte im Rahmen der parlamentarischen Fragestunde vom 11. Mai 2022 die Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der CSU. Hintergrund ist, dass die Konferenz der 16 Landesgesundheitsministerien das BMG mehrfach aufgefordert hatte, eine solche einzurichten. Im Artikel nimmt der BMVZ-Vorsitzende zu dem Vorgang Stellung und moniert, dass es bei KVen- und Landespolitikern ein auffälliges „Problem-Aufmerksamkeits-Missverhältnis“ bei diesem Thema gäbe.

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KU Gesundheitsmanagement | Heft 5/2022

2022 – KV-Wahljahr: Warum gerade MVZ als Arbeitgeber ihre Ärzte dafür interessieren sollten

2. Mai 2022

Die regionalen KVen kommt für weite Teile der ambulanten Versorgung eine ungeteilte Normsetzungsmacht zu. Vor diesem Hintergrund stellen die Vertreterversammlungen als demokratisch
legitimierter Kern einer jeden KV für ambulante Leistungserbringer das wichtigste Gremium der Entscheidungsfindung dar. Der Aufsatz richtet sich an vor allem an Träger von MVZ und beleuchtet die Frage, warum der Fakt, dass die 17 regionalen Ärzteparlamente  in 2022 neu gewählt werden, MVZ- Betreiber unbedingt interessieren sollte und welche Möglichkeiten bestehen, auf angestellte Ärzte zu wirken, ihr Wahlrecht auch wahrzunehmen.

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pag Presseagentur Gesundheit | OPG Faktenblatt

Böse Investoren-MVZ – nur eine Mär? Interessenvertretung wehrt sich gegen Aussagen in IGES-Gutachten

27. April 2022

Die Empörung ist groß: Ein IGES-Gutachten im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) sowie eine NDR-Recherche zu Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) haben eine Menge Staub aufgewirbelt. Organisationen und Verbände sprechen vom „Ausverkauf der ambulanten Versorgung“. Der Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung (BMVZ) hält dagegen.

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änd | Ärztlicher Nachrichtendienst

Methodische Kritik: BMVZ nennt Aussagewert der IGES-MVZ-Studie „eingeschränkt“

19. April 2022

MVZ, die Investoren gehören, sind nach Ansicht der KV Bayerns per definition schlecht für Patienten. Auf das von der KV dazu vorgelegte Versorgungsgutachten zu MVZ reagierte der Bundesverband MVZ mit einer 6-seitigen Detailstellungnahme, die detailliert belegt, dass das einseitige Studiendesign und Interpretationen, die wesentliche Ergebnisse der Studie, die nicht zu gewünschten Aussage passen, einfach ausblenden, deren Aussagewert stark beschränken. Der Artikel berichtet darüber und verlinkt auch auf die vollständige Stellungnahme.

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BR24

Medizinische Versorgungszentren weisen Kritik aus Bayern zurück

19. April 2022

Werden Patienten in MVZ, die Investoren gehören, vor allem als Umsatzbringer gesehen? Im Streit über diese Frage hat der BMVZ Stellung bezogen und weist insbesondere die pauschale Kritik, die die KV Bayerns mit ihrem MVZ-Gutachten erhoben hat, zurück. Das Gutachten des IGES-Forschungsinstituts wurde mit der Schlagzeile veröffentlicht, dass 'das höhere Honorarvolumen, welches MVZ abrechnen, auffällig sei.' Der BMVZ weist diese Kritik zurück, denn eine genauere Betrachtung des 341 Seiten starken IGES-Gutachtens ergebe, dass die Schlüsse der KVB "mindestens irreführend“ seien.

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Tagesspiegel Background

MVZ: Alarmismus oder echte Gefahr für Versorgung?

14. April 2022

Das MVZ-Gutachten der KV Bayerns vom 7.4.2022 hat die Debatte um medizinferne Investoren als MVZ-Träger Streit neu entfacht. Die Analyse wurde mit der Meldung veröffentlicht, dass MVZ in Bayern duetlich höhere Honorare abrechnen als Einzelpraxen. Der ausführliche Hintergrundbericht beleuchtet die Studieninhalte, geht aber auch auf die vom BMVZ vorgebrachte, erhebliche Kritik am Studiendesign ein. Der Aussagewert der Stu­die ist demnach – auch unabhängig von der  sehr einseitigen Interpretation der Ergebnisse durch den bayrischen KV-Vorstand – in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt.

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ÄrzteZeitung

BSG-Urteil zu MVZ und Anstellungsverhältnissen: Anwälte rechnen mit Bestandsschutz

21. März 2022

Mit seiner Entscheidung vom 26. Januar 2022 hat das Bundessozialgericht überraschend die meistgenutzte Gesellschafterkonstellation vertragsärztlicher MVZ für nicht rechtmäßg erklärt. Gespannt warten daher die betroffenen MVZ sowie die Juristenbranche auf die noch ausstehende Begründung des BSG zu diesem umstrittenen und ggf. folgenschweren Urteil. In dem Artikel wird berichtet, wie Fachanwälte die Frage einschätzen. Der BMVZ gibt zu Protokoll, dass nach seiner Meinung der Gesetzgeber infolge der Entscheidung seine Absichten zugunsten der MVZ-Gründung und der MVZ-Nachfolgeregelungen klarstellen muss.

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aerzteblatt.de

BSG-Urteil schränkt Möglichkeiten ärztlicher MVZ-Gesellschafter ein

11. März 2022

Susanne Müller, Geschäftsführerin des BMVZ, ordnet das aktuelle BSG-Urteil in Bezug auf MVZ-Gründungen ein. Viele beruhten auf der Konstellation, dass die ärztlichen Gründer im Wege der Sitzeinbringung ihre bisherige Vertragsarztzulassung ins zu gründende MVZ einbringen, um dann im Status eines angestellten Arztes weiter tätig zu sein. Gleichzeitig sind der oder die Gründer Mehrheits­gesellschafter beziehungsweise Eigentümer der MVZ-Gesellschaft. Diese Praxis hätten auch die Zulas­sungsausschüsse bisher in der Regel anstandslos passieren lassen.

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BibliomedManager

Mit offenen Karten spielen

18. Februar 2022

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht steht als Faktum vor der Tür, aber allenthalben wird erst noch politisch wie gesellschaftlich über Umsetzungsdetails diskutiert. Eine Debatte, deren Zeitpunkt ein wenig überrascht, denn keine der jetzt gestellten Fragen ist neu. Nur hat sich während der Gesetzesberatung im November/Dezember 2021 kaum einer dafür interessiert. In der Folge ist die Verunsicherung der betroffenen Arbeitgeber enorm. Das wird auch wahrgenommen – allerdings stehen hier im Fokus Pflegedienste und Krankenhäuser, also meist recht große Unternehmen mit vielen Beschäftigten und einer eigenen Personalabteilung.

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