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Im Praxisalltag gibt es viel zu beachten und wenig Zeit, Informationen zu suchen. Deshalb sammeln wir hier regelmäßig aus verschiedenen...
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Meldungen & Analysen

Vmf ruft am 8. Februar 2024 alle MFA zum Warnstreik auf

Gründe, Rechtsrahmen und Wissenswertes für Praxis + MVZ | Erstmalig in seiner Geschichte hat der Verband der Medizinischen Fachangestellten (Vmf) bundesweit alle MFA zu einem Warnstreik aufgerufen. Streik- und Aktionstag ist Donnerstag, der 8. Februar 2024. Aufgrund der Kleinteiligkeit der Betriebe in der ambulanten Versorgung ist schwer vorherzusehen, welchen Umfang der Streik haben wird und wie viel Sogwirkung die rund 20 Tausend Vmf-Mitglieder auf ihre MFA-Kolleginnen ausüben werden. So oder so: Jede betroffene Praxis / Jedes betroffene MVZ muss hier als Arbeitgeber seinen eigenen Umgang mit den ggf. streikenden MFA finden. Dafür relevante Hintergrundinformationen haben wir aktuell für Sie zusammengestellt.

BSG aktuell | Die Abrechnungssammelerklärung und die Unterschriftserfordernis in MVZ

Im Dezember 2023 stand erneut eine grundsätzliche MVZ-Causa vor dem Bundessozialgericht zur Entscheidung an. Dabei ging es um die Frage, ob die KV die Unterschrift der Ärztlichen Leitung unter der Abrechnungssammelerklärung zur unbedingten Honorarauszahlungsvoraussetzung machen könne. Eine Entscheidung also, die für die allgemeine Frage der Abgrenzung der Aufgabenbereiche zwischen MVZ-Geschäftsführung und Ärztlicher Leitung relevant ist. Lesen Sie hierzu die Fallbeschreibung sowie eine kommentierende Einordnung samt Einschätzung zu den Handlungsnowendigkeiten, die sich aus dem Richterspruch für andere MVZ aus dieser Entscheidung ergeben.

eRezept 2024 |
Praxishinweise für MVZ + BAG zur Stolperstellenvermeidung für Patient, Arzt und Apotheke

Am 1.1.2024 wurde das eRezept zur Pflicht. Wie erwartet, verläuft der Start nicht reibungslos, wobei viele Probleme systemimmanent entstehen. Der Klassiker: Patienten werden von den Apotheken wieder weggeschickt, weil sie schlicht schneller bei der Apotheke waren, als die Verordnung auf den Server geladen wurde. Zusätzlich kristallisieren sich jedoch eine Reihe formaler Störpunkte heraus, bei denen es die Ärzteschaft in der Hand hätte, unnötige Reibungsverluste zu verhindern. Hier geben die Apotheken derzeit unübersehbare Rauchzeichen. Aus diesem Grund haben wir solche Aspekte zwecks Sensibilisierung des Praxispersonals aufgegriffen, die von den Apotheken als besonders dringend empfunden werden und die im Zusammenhang mit den Praxen stehen. Der Beitrag ist einem FAQ ähnlich und bietet einen pointierten Überblick.

BMVZ Vorstands-Vize Dr. Landers im Interview: „Die Politik soll den Blick in die Zukunft richten.“

Der derzeitige Bundesgesundheitsminister hat sich bekanntermaßen die Neuregulierung von MVZ vorgenommen. Gleichzeitig kritisierte der Gesundheitsökonom Schreyögg kürzlich, dass vertragsärztliche MVZ gegenüber niedergelassenen Kollegen benachteiligt seien. Beide Aspekte waren Anlass für den Ärztenachrichtendienst, ein ausführliches Interview mit dem frisch zum stellvertretenden BMVZ-Vorsitzenden gewählten Landarzt und MVZ-Inhaber, Dr. Bernhard Landers, zu führen. Dieser äußert sich zu den diskutierten Benachteiligungen, zu den Herausforderungen von ärztlichen Neugründungen, zur Versorgungsqualität und der MVZ-Debatte im Allgemeinen. Landers betont: „Es braucht ein Bewusstsein für den Mehrwert kooperativer Strukturen. Trägerneutral.“ Gleichzeitig tritt er als Gründerarzt eines MVZ innerhalb des BMVZ-Vorstandes besonders für die Belange seiner Inhaberkolleg:innen ein.

MoPeG ab Januar 2024 in Kraft: Handlungsbedarf für MVZ + BAG durch das neue Gesellschaftsrecht

Das Personengesellschaftsrecht wird mit dem MoPeG mit Geltung ab Januar 2024 angepasst. Die sich daraus ergebenden Neuerungen sind auch relevant für Personengesellschaften, also MVZ und BAG GbRs, aus dem Bereich der Vertragsärzte, für die sich zukünftig neue Optionen, aber auch Verpflichtungen ergeben. Das umfangreiche Rechtsvorhaben sollte aber durchaus auch bestehende Kapitalgesellschaften interessieren. Auch wenn keine unmittelbaren Strafen drohen, ergibt sich hier Handlungsbedarf. Vielfach sind die verfügbaren Handreichungen zum Thema jedoch nur denjenigen mit viel Zeit und/oder einer Affinität zu rechtslastigen Texten verständlich, weswegen wir eine einführende Übersicht erstellt haben, die sich an den verständigen Laien richtet.

Rückblick auf den 17. BMVZ PRAKTIKERKONGRESS

Am 22. September fand der 17. BMVZ PRAKTIKERKONGRESS in Berlin statt. Hinter dem Titel „Patentrezept Kooperation – Gemeinsam Fairsorgen | MVZ im Fokus: Vielfältig. Flexibel. Transparent.” verbargen sich viele spannende und zum Teil sehr komplexe Vorträge, die Möglichkeit, sich an den Messeständen über neue Produkte zu informieren und andere Praktiker zum Netzwerken zu treffen! Der Bundestagspolitikers Dirk-Ulrich Mende eröffnte den Kongress mit einem ausführlichen Statement. Als Berichterstatter für die ambulante Versorgung der SPD-Fraktion gab er zu, aus dem Hause Lauterbach auch nicht wesentlich mehr Informationen zu bekommen, als öffentlich bekannt seien.

Von Praktikern für Praktiker. Das ist Ihr Kongress!

Der Betrieb eines MVZ und die Organisation der Patientenbetreuung in ihnen ist eine außerordentlich komplexe Aufgabe mit vielen Facetten und häufig neuen Fragen, auf die es sich einzustellen gilt. Genau diese Vielfalt der organisatorischen Herausforderungen stellen wir mit dem 17. BMVZ PRAKTIKERKONGRESS in den Fokus. Der Programmkompass verbindet Aspekte von Wirtschaftlichkeit, Netzwerken, Organisation und Strategie. Im Zentrum stehen folglich zum einen Fragen der gegenwärtigen und künftigen politischen Rahmenbedingungen. Zum anderen geht es konkret um die Organisationsperspektive derjenigen, die tagtäglich den Versorgungsalltag verantworten. Zielgruppe der BMVZ-Fachtagung sind daher vor allem die nicht-ärztlichen Praktiker:innen der MVZ – sprich: Kaufleute, IT-Experten, Standortmanager, Verwaltungsspezialisten und, und, und … | Denn: Praktisch macht MVZ Spaß.

Das MVZ als Politikum |
Wie ist der Stand im Juni 2023?

Wollte man auf einer Ausgangspunkt-Ziel-Achse bewerten, wie sich die MVZ-Debatte seit Weihnachten 2022 und den unerwarteten Lauterbach-Tweets bewegt hat ... müsste man eigentlich Stillstand konstatieren. Jedenfalls gilt das, wenn der Maßstab die Frage ist, was wir aktuell mehr über die Pläne der Bundesregierung wissen, als vor sechs Monaten.

Kartenspiele am Praxistresen | Neue Debitkarten erfordern Anpassungen beim Bezahlsystem

Als Privatkunde sind sicher alle schon über die Information gestolpert: Viele Banken tauschen die gewohnten EC-Karten gegen neue 'Debitkarten' aus. Im Hintergrund steht der Abschied des deutschen Bankenwesens vom Maestro-System. Für den Privatkunden halten sich die Veränderungen im überschaubaren Rahmen. Viele MVZ und Arztpraxen sind aber als 'Händler' betroffen, müssen sich also dem Thema aus der Kosten- und Organisationsperspektive nähern. Hierbei gilt: Die Gebühren, die die Transaktionen via Debitkarte kosten, sind bis zu viermal so hoch wie bei der Girokarte. Für kleinere Händler, wie z.B. eine Praxis mit eher niedrigen EC-Umsätzen kann das teuer werden.

Positionen

Neu denken in der MVZ-Debatte

Die Diskussion zuMVZ ewegt sich in einer Dauerschleife. Dreh- und Angelpunkt ist die Annahme, dass medizinferne MVZ-Betreiber aufgrund der unterstellten kurzfristigen Gewinnmaximierung zu Lasten der Flächenversorgung und der Behandlungsqualität agieren. Deshalb gibt es einen Überbietungswettbewerb, welche regulativen Bremsen gegen Investoren als MVZ-Träger eingezogen werden sollten. Was dagegen gar nicht vorkommt, sind Konzepte, Ärzte als Trägergruppe zu unterstützen. Dabei ist die Stärkung der Vertrags(zahn-)Ärzte als MVZ-Betreiber das wirksamste Mittel, die weitere Ausbreitung von MVZ mit Investorenbindung zu verhindern. Die größte Hürde hierbei ist im SGB V hausgemacht.

Drei Maßnahmen zu mehr Transparenz für MVZ

Die aktuelle politische Debatte um MVZ speist sich aus der Sorge, dass nicht-ärztliche Akteure die ambulante Versorgung mit hoher Dynamik verändern, bzw. negative Entwicklungen in der ambulanten Versorgung stattfinden, ohne dass es bemerkt würde und Gelegenheit zum Gegensteuern bestünde. Daher braucht es dringend mehr Transparenz über die MVZ-Entwicklung. Hierzu schlägt der BMVZ drei konkrete Maßnahmen vor.

Reaktion auf die Aussagen von Prof. Lauterbach zur MVZ-Regulierung

Minister Lauterbach hat kürzlich verbal und inhaltlich vehement gegen MVZ mit nicht-ärztlichen Trägern ausgeteilt. Als MVZ-Verband wehren wir uns jedoch gegen das Schlechtreden der Strukturen. Dass Patienten suggeriert wird, sie würden in MVZ schlecht oder falsch behandelt, trägt zu einer gefährlichen Verunsicherung auf Patientenseite bei. Zugleich kritisieren wir, dass in der Debatte um die Unternehmenaspekte des Praxisbetriebs mit zweierlei Maß gemessen wird. Der behauptete Gegensatz zwischen 'renditegierigen' MVZ und altruistischen Arztpraxen existiert schlichtweg so nicht. Ausdrücklich wehren wir uns gegen das 'Mobbing' nicht-ärztlicher MVZ-Träger, wie es derzeit von vielen Seiten stattfindet.

MVZ-Debatte: Ein Anschlag auf die Sachlichkeit

„Heuschreckenbefall", "Investorenschlacht" und "Profitgier": Die Versorgungsform MVZ steht in der Presse beständig am Pranger, wobei auffällig vor allem die breite Verwendung einer vergleichsweise aggressiven Rhetorik ist. Unter dem wenig hilfreichen Schlagwort des Investoren-MVZ oder auch i-MVZ wird so in bester Schwarz-Weiß-Manier eine Trennung zwischen guten und schlechten MVZ gezogen.

Stellungnahme und methodische Kritik zur Versorgungsanalyse der KV-Bayerns zu MVZ

Verbunden mit einer offensiven Öffentlichkeitsarbeit hat die KV Bayerns am 7.4.2022 eine Analyse der Abrechnungsdaten von MVZ und insbesondere von MVZ, die einem medizinfernen In­vest­ment­fond zugerechnet werden, publiziert. Studienverantwortlich ist das IGES-Institut. Das Studiendesign weist jedoch teils so gravierende methodische Mängel auf, zu denen der BMVZ Stellung nimmt, dass im Gesamten, die vorgelegten Ergebnisse in ihrem Aussagenwert massiv eingeschränkt sind.

Das „gute” MVZ? Aktuelle Einschätzung zu Investoren, Entwicklungen und der Versorgungsqualität

Die Frage, was ein “gutes” MVZ ausmacht, wird dem BMVZ häufiger gestellt.  Die Antwort was ein “schlechtes” MVZ kennzeichnet, meinen bereits viele zu kennen: Entweder die Organisationsform per se, bestimmte Trägergruppen oder vermeintliche Kapitalinteressen von Investoren oder Trägergesellschaften im Allgemeinen. Die entscheidende Frage nach der Qualität der Versorgung wird dagegen selten gestellt.

Zur Debatte um Kapitalinteressen in der Gesundheitsversorgung

Die Rolle medizinferner Finanzinvestoren in der ambulanten Versorgung ist seit etwa zwei Jahren ein Dauerstreit-Thema in Ärzteschaft und Politik. Ausgangspunkt war die hohe Dynamik bei der Entstehung von fachgleichen Zahn-MVZ seit 2016. Mit dem TSVG, das im Juli 2019 in Kraft getreten ist, wurden vor diesem Hintergrund Beschränkungen für die Gründung zahnärztlicher und Dialyse-MVZ eingeführt. Die…

Praxis.KOMPAKT

KW 6 (Stand: 9. Februar 2024)

Hausarzt-Entbudgetierung wird konkret, aber mit gaaanz vielen Fragezeichen | Honorar-Update Kinderärzte

Ärzteblatt v. 26.01.2024
Entbudgetierung: Mehr Freiraum für Hausärzte (PDF)

Pharmazeutische Zeitung v. 24.01.2024
Hausärztliche Entbudgetierung: vdek erwartet 2 Milliarden Euro Mehrausgaben

Ärztenachrichtendienst v. 28.11.2023
Entbudgetierung: Wer profitiert wie stark?


Digitalgesetze nehmen letzte Hürde | Was das für Praxis + MVZ bedeutet

ÄrzteZeitung v. 02.02.2024
Bundesrat macht Haken an Lauterbachs Digitalgesetze

GKV-Spitzenverband v. 02.02.2024
Digitalgesetz: Großes Potenzial, aber unrealistische Fristen

KBV v. 02.02.2024
Pflicht zum Empfang von eArztbriefen ab 1. März 2024 | Sinnvolle Anwendung, aber BMG droht mit Fristen und Sanktionen


Zwischenstand zu Hybrid DRGs | Von stockenden Verhandlungen und dem „modifizierten Dreisatz“

Ärzteblatt v. 19.01.2024 | 05.02.2024
Fachärzte drängen auf schnelle Lösung für Abrechnung von Hybrid-DRG
Verhandlungen zur Umsetzung der Hybrid-DRG dauern an

Bundesgesetzblatt v. 21.12.2023
Verordnung über eine spezielle sektorengleiche Vergütung

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