Die Debatte um MVZ wird oft politisch zugespitzt geführt ‒ zulasten einer sachlichen Auseinandersetzung mit den realen Strukturen der ambulanten Versorgung. Der sechs-seitige Fachaufsatz hat daher das Ziel, statistischen Missverständnissen entgegenzutreten und die tatsächlichen Entwicklungen differenziert darzustellen. Es wird gezeigt, dass MVZ weder die Versorgung dominieren noch automatisch Großstrukturen oder Investorenmodelle darstellen. Als Fazit wird gezogen, dass es überrascht, dass das Kriterium „Praxisgröße“ in der bisherigen Erfassung vertragsärztlicher Strukturen kaum eine Rolle spielt. Ursächlich dafür sei die einseitige Fokussierung auf MVZ, die verdecke, dass größere Strukturen auch bei den Niederlassungspraxen längst auf dem Vormarsch sind, während MVZ in der Mehrheit unerwartet kleinteilig daherkommen.

Quelle: PFB | Praxis Freiberufler-Beratung (Heft 8/2025)
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