Im dritten und letzten Teil seiner Serie fragt der änd, ob kommunale MVZ mehr sein können als eine Notlösung – und zeigt, wie unterschiedlich die Antworten ausfallen: Niedersachsen baut auf Landesförderung, Baden-Württemberg sieht kommunale Träger sogar als Baustein eines künftigen Primärversorgungssystems. Dazwischen steht das Beispiel Büsum, wo die Gemeinde den Praxisbetrieb nach acht Jahren wieder in ärztliche Hände gegeben hat. Den entscheidenden Punkt setzt BMVZ-Geschäftsführerin Susanne Müller, die weniger nach der Trägerform als nach dem richtigen Zeitpunkt fragt: denn wer erst handelt, wenn die Versorgung bereits gekippt ist, kann kaum noch gegensteuern. Ein mit Weitsicht geplantes MVZ hingegen kann die Versorgung stabilisieren. Die KOMMVZ-INNO-Forschenden kommen zum selben Ergebnis und sehen Länder, KVen und Bund in der Pflicht, Kommunen zu beraten und ihre finanziellen Risiken abzufedern.

 

Quelle: änd
Zum Artikel