Im zweiten Teil seiner Serie fragt der änd, ob Städte und Gemeinden ihre MVZ nicht nur gründen, sondern auch dauerhaft wirtschaftlich betreiben können. Das Ministerium Schleswig-Holstein geht davon aus, dass alle kommunalen MVZ Verluste schreiben. Woran das liegt, erklärt BMVZ-Geschäftsführerin Susanne Müller besonders schlüssig – Kommunen steigen meist erst ein, wenn die Unterversorgung schon eingetreten ist, Personal also kaum noch zu gewinnen ist und fehlendes Wissen über KV-Regeln und Abrechnung die Verluste fast vorprogrammiert. Ihre Kritik zielt dabei auf das System selbst, denn Honorarregeln, die auf ärztliche Selbstausbeutung statt auf angestellte Teilzeitkräfte ausgelegt sind, reichen mit den Bordmitteln des EBM nicht aus, um Daseinsvorsorge zu finanzieren.

Quelle: änd
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