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Arzt in Anstellung

Mittlerweile arbeiten über 20.000 angestellte Ärzte in MVZ. Auf Grund der besseren Planbarkeit des Arbeitsalltages, der geringeren Arbeitszeit, flexibleren Arbeitsmodellen und geringeren bürokratischen Anstrengungen sowie der reinen Fokussierung auf den Arztberuf und weniger auf unternehmerische Verantwortung, erfreut sich dieses Arbeitsmodell bei Ärzten immer größerer Beliebtheit. Dennoch werden angestellte Ärzte häufig immer noch mit Skepsis betrachtet. Was die Arbeit als angestellter Arzt ausmacht, erfahren Sie auf dieser Seite.

Was unterscheidet angestellte von niedergelassenen Ärzten? 

Angestellter ArztNiedergelassene Ärzte
  • Reine Aussage über berufs-, steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Status.
  • Angestellte Ärzte unterliegen keinerlei Weisungsbefugnissen, d.h. sie sind in ihren Therapieentscheidungen komplett frei.
  • Für sie gelten die gleichen berufsrechtlichen Pflichten wie für niedergelassene Ärzte – bspw. Sorgfaltspflicht, Schweigepflicht, Fortbildungspflicht.
  • Sie tragen kein unternehmerisches Risiko und erhalten ein vorher festgelegtes Gehalt von ihrem Arbeitgeber.
  • Das Gehalt ist meist niedriger als das von Honorar von selbständigen Ärzten, dafür haben sie die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer – Urlaubsplanung, im Krankheitsfall, bei Abwesenheit. Das MVZ trägt dafür sorge, dass die Patienten im gleichen Maße weiterbehandelt werden.

  • Der Arztberuf gehört zu den sogenannten freien Berufen.
  • Ärzte in Niederlassung arbeiten beruflich selbständig. Sie arbeiten und behandeln Patienten in eigener unternehmerischer Verantwortung.
  • Voraussetzungen für eine Niederlassung sind Approbation, eine abgeschlossene Facharztausbildung und offene Stellen gemäß der Bedarfsplanung.
  • Sie haben die gleichen berufsrechtlichen Pflichten und fachlichen Anforderungen bei der Behandlung von Patienten, wie angestellte Ärzte.

Was Sie über angestellte Ärzte gelesen haben sollten

MVZ und angestellte Ärzte – Versorgungsrelevant oder nur Geschäftsmodell?

Der ambulante Sektor befindet sich hinsichtlich seiner Strukturen ebenso im Fluss wie mit Blick auf die Eigenwahrnehmung und das Selbstverständnis seiner Akteure. Deshalb wird der Konsens zwischen Ärzteschaft, Politik und Gesellschaft beständig neu verhandelt werden müssen. Hierbei ist absehbar, dass auch künftig die MVZ eine umstrittene Stellung einnehmen werden, da sie in einer Art symbolhafter Zuspitzung schlichtweg alle Elemente vereinen, die das heutige Gesundheitswesen von dem der guten, alten Zeit‘ unterscheiden. Ein Zwischenbericht.

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Traumjob oder Ausbeutung? Angestellte Ärzte in der ambulanten Versorgung

Werden angestellte Ärzte in MVZ ausgebeutet und sind nur dafür da, Profite für den Praxisbetreiber zu erwirtschaften? Trotz steigender Beliebtheit von Anstellungsverhältnissen in der ambulanten Versorgung, sind solche Vorurteile noch häufig anzutreffen. Dr. Peter Velling, BMVZ-Vorstandsvorsitzender und selbst angestellter Arzt und ärztlicher Leiter in einem MVZ, räumt mit den gängigen Vorurteilen auf und schildert seinen persönlichen Weg in die Anstellung. Sein Ziel: Planbare Arbeitszeiten und mehr Zeit für Patienten; ohne Selbstausbeutung in der eigenen Praxis und 60 Stunden Wochen.

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