Praxisorganisation in Zeiten von Corona –
Archiv und Linksammlung

Hier finden Sie die Beschlüsse, Nachrichten und
relevanten Informationen der vergangenen Wochen:

KW33: Was war neu und wichtig (10.08. - 16.08.)

Wichtig im PraxisalltagNachrichtenWas sonst noch relevant ist
  • Corona-Tests für Reiserückkehrer – Durchführungsfragen
    Seit dem 1. August gilt, dass sich sämtliche Rückkehrer aus dem Ausland binnen 72 Stunden beim Gesundheitsamt, an den Teststationen oder in einer Arztpraxis testen lassen können. Vielfach war/ist aber unklar, wie konkret das Verfahren ablaufen soll. Die KBV hat den Auftrag, hierzu kurzfristig bis zum 8. August Durchfüghrungsvorgabenzu erstellen. Diese liegen jedoch noch nicht vor, auch wenn die Ärztezeitugn am 10. August bereits Details berichtet.
    Abrechnung Aktuell
    Corona-Tests für Reiserückkehrer: Monatliche Abrechnung vorgesehen
    Ärzteblatt v. 7.8.2020
    Länder und KVen bereiten sich trotz Kritik auf mehr Coronatests vor
    Ärztezeitung v. 10.8.2020
    Auch Privatärzte dürfen PCR-Tests bei Reiserückkehrern abrechnen
  • Neue Verpflichtung bei Langzeitkranken: Die Möglichkeit einer  stufenweisen Wiedereingliederung ist regelmäßig ärztlich zu prüfen
    Mithilfe der stufenweisen Wiedereingliederung („Hamburger Modell“) sollen sich Beschäftigte schrittweise an ihr früheres Arbeitsleben gewöhnen. Dabei wird individuell geprüft und festgelegt, welche Steigerung der Arbeitszeit und Zunahme der Arbeitsbelastung möglich sind. Der Anspruch auf eine stufenweise Wiedereingliederung nach längerer Krankheit ist in § 74 SGB V gesetzlich geregelt. Dass die ärztliche Prüfung ab einer Arbeitsunfähigkeit von sechs Wochen regelmäßig erfolgen soll, ist eine Vorgabe, die im vergangenen Jahr mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hinzukam und – nachdem der GBA bereits im Februar die entsprechenden Voraussetzungen in der AU-Richtlinie geschaffen hatte – ab sofort gilt.
    KBV-Information
    Regelmäßige ärztliche Prüfung zur stufenweisen Wiedereingliederung

    GBA-Information
    Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie: Stufenweise Wiedereingliederung
  • Keine D-Arzt-Pflicht bei Covid-19-Erkrankung als ‘Arbeitsunfall’
    Bei Versicherten, die im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig sind oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt waren, kommt bei einer Corona-Infektion die Anerkennung als Berufskrankheit der Ziffer 3101 der Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung in Betracht. In diesen Fällen entfällt jedoch die Pflicht, beim D-Arzt vorstellig zu werden. Vielmehr kann der den Nachweis erbringende Arzt die Meldung direkt an den zuständigen Unfallversicherungsträger (Formular F1050) vornehmen.
    KBV-Information
    Bei COVID-19-Erkrankung keine Vorstellungspflicht beim Durchgangsarzt

    DGUV-Pressemitteilung
    Covid-19-Erkrankung als Berufskrankheit für Beschäftigte im Gesundheitswesen

KV Hessen zur neuen Testverordnung
„Wir wissen es auch nicht“
Am Freitag (31.7.) beschlossen, seit Samstag (1.8.) in Kraft – und keiner weiß, wie die Umsetzung der neuesten Rechtsverordnung aus dem Hause Spahn überhaupt funktionieren soll. „Wir als KVen waren zudem zu keinem Zeitpunkt in die Genese dieser Rechtsverordnung einbezogen. Aber diese innerhalb von zwölf Stunden umsetzen, das dürfen wir“, empört sich der Vorstand der KV Hessen in dem Rundschreiben an die Mitglieder.
Was genau auf die Praxen zukomme, sei noch nicht abzusehen. „Es gibt zwar nach der RVO einen Rechtsanspruch des Reiserückkehrers auf Testung, jedoch keine Zwangsverpflichtung der Praxen, die Tests durchzuführen“, betont der KV-Vorstand. Zugleich bittet er die Kollegen: „Helfen Sie, wenn Sie irgendwie können, mit, wenigstens für die nächsten zwei bis drei Wochen ein Chaos durch dieses Agieren des BMG zu verhindern. Wir werden zeitgleich versuchen, möglichst viel vernünftig für Sie zu regeln.“

Mehrkosten für Praxis durch Corona und Digitalisierung
Deutliche Kostensteigerungen für Sonderaufwendungen im Praxismanagement
Durchschnittlich mussten niedergelassene Ärzte ca. 1.000 € Mehrkosten während der Corona-Pandemie aufwenden, insbesondere für Schutzkleidung- und Ausrüstung. Ein weiterer Kostentreiber sind die steigenden Kosten durch die Digitalisierung: Im Jahr 2019 mussten im Durchschnitt ca. 6.000 € für ihre IT aufwenden.
Diese Angaben hat das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) am 6. August als Zwischenbilanz seiner aktuellen Erhebung herausgegeben. Mit der Befragung will das Zi eine belastbare Datenbasis darüber schaffen, welche Auswirkungen das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) für das Terminmanagement hat und welche Kosten durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) entstanden sind. Das Zi befragt Arztpraxen noch bis zum 15. August 2020 – eine Beteiligung ist weiterhin möglich.

Corona-Test-Strategie
Corona-Teststrategie FDP fordert Folgetests für Reiserückkehrer
Die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sei ein sinnvoller und notwendiger Schritt, meint die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag Christine Aschenberg-Dugnus. Dieser reiche aber nicht aus. “Die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sei ein sinnvoller und notwendiger Schritt,” meint die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag Christine Aschenberg-Dugnus. Dieser reiche aber nicht aus.
Dementgegen warnt etwa der Spifa vor Hysterie und kritisiert die eingeführte Testpflicht, da eine Überlastung des systems befürchtet wird. grundsätzliche Kritik kommt auch von vielen anderen Seiten, wie das Ärzteblatt am 10. August berichtet: Weiterhin Kritik an kostenfreien Coronatests für Reiserückkehrer.

Corona-Test-Strategie
KV Niedersachsen plädiert für kostenlose Testoption für alle
Komplizierte Abrechnungsbestimmungen, schwer vermittelbare Rechtslogik: Für Ärzte ist es nicht einfach, Patienten zu erläutern, wann sie einen SARS-CoV-2-Test aus eigener Tasche bezahlen müssen und wann nicht.
Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen hat jetzt den Spieß umgedreht und dringt auf kostenlose PCR-Tests auf SARS-CoV-2 für alle Bürger. Sie begründet das mit der unübersichtlichen Gemengelage und der fehlenden Logik, wann ein Test für einen Patienten kostenlos und wann er kostenpflichtig sein sollte.

Corona-Warn-App
Einverständnis des Patienten auf Muster 10C/OEGD nicht vergessen!
Die IT-Infrastruktur für die Corona-Warn-App kommt voran. Aber damit die Testergebnisse online übermittelt werden können, dürfen Ärzte nicht vergessen, auf dem Laborauftragsformular das Einverständnis des Patienten anzugeben.
Die Anzahl der Labore, die vollständig in den digitalen Prozess der Corona-Warn-App eingebunden seien und die Ergebnisse online übermitteln, nimmt zu, bestätigte der Anbieterverband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM e.V.). Dessen Vorsitzender Dr. Michael Müller weist jedoch auf ein anderes Problem hin, das eine Übermittlung positiver Ergebnisse verhindern könne: „Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die App-Nutzer bei der Probenentnahme auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung von QR-Code und Ergebnis durch die Markierung auf dem Muster 10 vornehmen. Wir sehen viele Überweisungen mit Muster 10c und OEGD ohne diese Markierung“, so Müller.

KBV legt Konzeptpapier zum Umgang mit Covid-10 vor
Pandemie-Management in der ambulanten Versorgung: Analyse des bisherigen Verlaufs – Strategien und Maßnahmen für die Zukunft
“Im Umgang mit der Pandemie, sowohl technisch als auch medizinisch und es ist schon richtig, dass wir uns jetzt mit den ersten Lektionen, die wir gelernt haben, auseinandersetzen und daraus ein Strategiepapier machen, wie wir mit dem Pandemiegeschehen weiter umgehen wollen“, sagt der Vorstandsvize Dr. Stephan Hofmeister. Entsprechend veröffentlciht der KBV-Vorstandsvorsitzende Gassen auf der White-Paper-Plattform ein entspechendes Konzeptpapier.
Unter anderem betont die KBV darin, dass Testungen nach dem „Gießkannen-Prinzip“ aus medizinischer Sicht wenig sinnvoll seien. Besser sei es daher, die Testkapazitäten auf bestimmte Risiko- und Bevölkerungsgruppen zu fokussieren und diese bei Bedarf öfter zu testen“, heißt es. Auch bewertet die Körperschaft Corona-Zentren als Mittel gegen die Pandemie bei weiter sinkenden Infektionszahlen als nicht effizient. Lediglich in Ballungsräumen könnte der Erhalt von ‚Covid-19 Zentren’ aufgrund von höheren Patientenzahlen gegebenenfalls weiterhin sinnvoll sein. Die zentralen Einrichtungen in der Fläche können bei Bedarf jederzeit von den Kassenärztlichen Vereinigungen wieder ‚hochgefahren’ werden“, heißt es dazu.

KW32: Was war neu und wichtig (03.08. - 09.08.)

Wichtig im PraxisalltagNachrichtenWas sonst noch relevant ist
  • NäPas dürfen auch vor Ausbildungsabschluß tätig werden
    Nichtärztliche Praxisassistenten können coronabedingt schon vor Abschluss ihrer Fortbildung tätig werden. Auf diese bis zum 31.12.2020 befristete Sonderregelung hat sich die KBV mit den Krankenkassen geeinigt und darauf reagiert, dass angesichts der Pandemie viele Kurse vollständig ausgesetzt sind oder der Unterricht nur teilweise erfolgt. Unverädnert ist jedoch die genehmigung durch die KV Voraussetzung vür den Einsdatz von NäPas in der Praxis.
    KBV Information
    Sonderregelung für nichtärztliche Praxisassistenten in Ausbildung
  • Erste Apps auf Rezept bereits ab August
    Die 2019 mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz in die GKV-Regelversorgung eingeführte „App auf Rezept“ rückt näher. Voraussichtlich noch diesen Monat sollen erste digitale Anwendungen verordnet werden können. Zulassungsbehörde ist das BfArM, die auch das DiGa-Verzeichnis führt. Dieses soll nicht nur als eine Art Leistungskatalog der Krankenkassen dienen. Es soll auch die für Ärzte, Psychotherapeuten und Nutzer wesentlichen Informationen zu den DiGA zusammenfassend und möglichst übersichtlich darstellen. Ärzte sollten sich auf entsprechenden Patientenanfragen einstellen.
    Information des BfArM
    DiGas: Basisinformationen und Genehmigungsverfahren

    Ärzteblatt v. 3.08.2020
    DiGas – Erste Apps auf Rezept ab August
  • Neue Corona-Testverordnung des BMG gilt ab 1. August
    Klärung von Detailfragen bei Test für Reisekückkehrer
    Alle (!) Urlauber, die aus dem Ausland zurückkehren können sich bei ihrer Rückkehr nach Deutsch­land kosten­frei auf SARS-CoV-2 testen lassen. Bevor die Verordnung am Wochenende in Kraft getreten ist, hatte es kurzfristig noch Änderungen geben. Die Begrnezung auf Rückkehrer aus Risikogebieten wurde gestrichen. Die Vergütung für die Abstrichentnahme wurde auf 15 € angehoben; vornehmen und abrechnen dürfen sie grundsätzlich alle Vertrags-  und angestellten Ärzte (nicht nur Hausärzte, wie ursprünglich noch vorgesehen) sowie die KV-Testzentren. Die Beauftragung des Labors erfolgt unter Nutzung des Formulars OEGD. Bis die überarbeitete Fassung bereitsteht, verwenden Ärzte das Formular 10C.
    Volltext der aktuellen Testverordnung (PDF)
    Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen …

    KBV-Information
    Alle Reiserückkehrer können sich ab 1. August testen lassen

    Ärzteblatt v. 31.7.2020
    Tests für Reiserückkehrer:
    Bei Vergütung nachgebessert, alle Ärzte sollen helfen
  • Keine D-Arzt-Pflicht bei Covid-19-Erkrankung als ‘Arbeitsunfall’
    Bei Versicherten, die im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig sind oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt waren, kommt bei einer Corona-Infektion die Anerkennung als Berufskrankheit der Ziffer 3101 der Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung in Betracht. In diesen Fällen entfällt jedoch die Pflicht, beim D-Arzt vorstellig zu werden. Vielmehr kann der den Nachweis erbringende Arzt die Meldung direkt an den zuständigen Unfallversicherungsträger (Formular F1050) vornehmen.
    KBV-Information
    Bei COVID-19-Erkrankung keine Vorstellungspflicht beim Durchgangsarzt

    DGUV-Pressemitteilung
    Covid-19-Erkrankung als Berufskrankheit für Beschäftigte im Gesundheitswesen

KV Hessen zur neuen Testverordnung
„Wir wissen es auch nicht“
Am Freitag (31.7.) beschlossen, seit Samstag (1.8.) in Kraft – und keiner weiß, wie die Umsetzung der neuesten Rechtsverordnung aus dem Hause Spahn überhaupt funktionieren soll. „Wir als KVen waren zudem zu keinem Zeitpunkt in die Genese dieser Rechtsverordnung einbezogen. Aber diese innerhalb von zwölf Stunden umsetzen, das dürfen wir“, empört sich der Vorstand der KV Hessen in dem Rundschreiben an die Mitglieder.
Was genau auf die Praxen zukomme, sei noch nicht abzusehen. „Es gibt zwar nach der RVO einen Rechtsanspruch des Reiserückkehrers auf Testung, jedoch keine Zwangsverpflichtung der Praxen, die Tests durchzuführen“, betont der KV-Vorstand. Zugleich bittet er die Kollegen: „Helfen Sie, wenn Sie irgendwie können, mit, wenigstens für die nächsten zwei bis drei Wochen ein Chaos durch dieses Agieren des BMG zu verhindern. Wir werden zeitgleich versuchen, möglichst viel vernünftig für Sie zu regeln.“

Gnadenfrist bei Einführung der eAU zeichnet sich ab
Ministerium erlaubt Übergangsfristen für eAU
Vertragsärzte müssen die elektronische Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (eAU) nun doch erst ab dem 1. Oktober 2021 und nicht bereits zum 1. Januar 2021 ausstellen und die Daten an die Krankenkassen übermitteln. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) hat am 30. Juli den Forderungen der KBV nach Übergangsregelungen für die eAU zugestimmt. Nach dem TSVG wären Ärzte ab Januar 2021 verpflichtet, Arbeitsunfähigkeitsdaten unmittelbar elektronisch an die zuständige Krankenkasse zu versenden. Allerdings hatten die KBV sowie die KVen mehrfach erklärt, dass der 1. Januar 2021 aus technischen Gründen nicht zu halten ist. Denn für eine eAU ist ein Update des Konnektors notwendig, der aber noch nicht zur Verfügung steht.
Der Streit um die vielen kurzen Fristen (Vgl. hier) bei der Digitalisierung der ambulanten Medizin ist damit aber keinesfalls beendet. Vielmehr handelt es sich um eine Art Etappensieg der Vertragsärzteschaft. (Ähnlich kritisch der ÄND am 1.8.)

Maskenpflicht & Gefälligkeitsgutachten
Debatten um den Maskenschutz gegen COVID-19
Mit dem Forschungsprojekt „Cosmo“ wird fortlaufend gemessen, wie es um das Schutzverhalten der Deutschen bestellt ist. Demnach sei die Akzeptanz der Maßnahmen auf das Niveau vor dem Lockdown gesunken. BÄK- Vizepräsidentin Lundershausen verweist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es nur wenige schwere Erkrankungen gebe, die das Tragen eine Maske unzumutbar machten. Leider sei aber zu beobachten, dass zunehmend Ärzte Gefälligkeitsatteste ausstellten, die Patienten von der Maskenpflicht befreiten.
“Zur gewissenhaften ärztlichen Berufsausübung gehören insbesondere die Einhaltung der Regelungen in der Berufsordnung. Gemäß § 25 Satz 1 Berufsordnung haben Ärztinnen und Ärzte bei der Ausstellung ärztlicher Zeugnisse und Gutachten mit der notwendigen Sorgfalt zu verfahren und nach bestem Wissen ihre ärztliche Überzeugung auszusprechen“, wies auch bereits die Landesärztekammer Hessen hin.

Kodierempfehlung Corona/Covid-19
KBV aktualisiert ihre Arbeitshilfe (PDF)
Zur Unterstützung der Ärzte beim Kodieren im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 stellt die KBV ein Übersichtsschema bereit. Auf einer Seite sind die häufigsten Fälle mit den jeweiligen ICD-10-Kodes grafisch dargestellt. Ergänzend dazu gibt es eine Praxisinformation mit Kodierbeispielen.
Dieses 4-seitige PDF wurde mit Stand vom 29. Juli 2020 aktualisiert. Ergänzend finden Sie hier eine grafische Darstellung der Fallkonsteallation und ihrer korrekten Kodierung.

Honorarverteilung in Corona-Zeiten
7 Tipps für den Umgang mit den aktuellen Honorarbescheiden
Die meisten KVen haben zwischenzeitlich die bundesgesetzlichen Vorgaben zur Gewährung von Honorarausgleichzahlungen (Schutzschirm) in ihren Honorarverteilungsmaßstäben (HVM, z. T. auch Not-HVM) verankert und werden diese nun erstmals mit der Honorarzuweisung für das Quartal I/2020 (ggf. mit gesondertem Bescheid im Nachgang zum Honorarbescheid) umsetzen.
Sowohl für die Ärzte als auch für die KVen sind die z. T. erst vor wenigen Wochen beschlossenen Regelungen Neuland. Daher gilt es, einen genauen Blick auf die (Honorar-)Bescheide zu werfen. Als Arbeitshilfe veröffentlich ArztAbrechnugn Aktuell diesen 7-Punkte-Plan.

KBV legt Konzeptpapier zum Umgang mit Covid-10 vor
Pandemie-Management in der ambulanten Versorgung: Analyse des bisherigen Verlaufs – Strategien und Maßnahmen für die Zukunft
“Im Umgang mit der Pandemie, sowohl technisch als auch medizinisch und es ist schon richtig, dass wir uns jetzt mit den ersten Lektionen, die wir gelernt haben, auseinandersetzen und daraus ein Strategiepapier machen, wie wir mit dem Pandemiegeschehen weiter umgehen wollen“, sagt der Vorstandsvize Dr. Stephan Hofmeister. Entsprechend veröffentlciht der KBV-Vorstandsvorsitzende Gassen auf der White-Paper-Plattform ein entspechendes Konzeptpapier.
Unter anderem betont die KBV darin, dass Testungen nach dem „Gießkannen-Prinzip“ aus medizinischer Sicht wenig sinnvoll seien. Besser sei es daher, die Testkapazitäten auf bestimmte Risiko- und Bevölkerungsgruppen zu fokussieren und diese bei Bedarf öfter zu testen“, heißt es. Auch bewertet die Körperschaft Corona-Zentren als Mittel gegen die Pandemie bei weiter sinkenden Infektionszahlen als nicht effizient. Lediglich in Ballungsräumen könnte der Erhalt von ‚Covid-19 Zentren’ aufgrund von höheren Patientenzahlen gegebenenfalls weiterhin sinnvoll sein. Die zentralen Einrichtungen in der Fläche können bei Bedarf jederzeit von den Kassenärztlichen Vereinigungen wieder ‚hochgefahren’ werden“, heißt es dazu.

Hilfestellungen zur Praxisorganisation
im besonderen Corona-Kontext

Links und Quellen

Informationen der Kassenärztlichen Vereinigungen

Vor allem die Seiten aus Niedersachsen und Hessen sowie die FAQ der KV Baden-Württemberg sind aufgrund der praxisorientierten Aufbereitung für die weiterführende Information zu den Organisationsaspekten, mit denen Praxen und MVZ jetzt umgehen müssen, zu empfehlen.